Samtgemeinde Freden (Leine)

Gemeinde Winzenburg

 

Die Gemeinde Winzenburg (818 Einwohner) hat als Sehenswürdigkeit die Burgruine Winzenburg zu bieten. Unterhalb der Burg laden die Apenteichquellen zum Verweilen ein.

 

Gemeinde Winzenburg

mit den Ortsteilen Klump, Westerberg und Schildhorst mit Hausfreden

Winzenburg

War über die Jahrhunderte der Mittelpunk, Amts-sowie Gerichtssitz der näheren und weiteren Umgebung. Verschiedene Spuren weisen noch heute auf die Bedeutung hin, die diese Gegend schon vor vielen Jahrhunderten hatte.

Lange bevor die heutige Gemeinde Winzenburg entstand, erhob sich majestätisch auf dem Bergke­gel oberhalb der Apenteiche die Winzenburg, die nach den Forschungen des ehemaligen Kreishei­matpflegers Wilhelm Barner in der Mitte des 9. Jahrhunderts zunächst in Form eines Ringwalles angelegt worden war.

In den ersten 200 Jahren ihres Bestehens dürfte die Burg unter königlicher Obhut von verschiedenen Lehensträgern verwaltet worden sein. Einschneidende Veränderungen ergaben sich, als Mitte des 11.Jahrhunderts das weltliche Grafenamt zu Ende ging und durch die Herrschaft des Hildes­heimer Bischofs ersetzt wurde, der dadurch in den Besitz sämtlicher Burgbezirke gelangte.

Die Hildesheimer Bischöfe als Burgherren

Hermann I. von Winzenburg hat vermutlich die vom Bischof von Hildesheim als Lehen erhaltene Burg bewohnt. Er ist im Jahre 1122 im Kloster Formbach verstorben. Sein Sohn Hermann II. von Winzenburg wurde im Hause des Bischofs von Hildesheim erzo­gen. Die politische Laufbahn Hermanns II. endete zunächst mit der Ermordung des Grafen Burchard von Loccum, einer Intrige an der Hermann wohl be­teiligt war. Er wurde in Gewahrsam genommen und die Winzenburg völlig zerstört. Bischof Bernward von Hildesheim nahm die zerstörte Burganlage als Eigentum des Hochstifts in Besitz und ließ sie nach und nach wieder aufbauen.

Durch den Wandel der politischen Verhältnisse gelangte Hermann 11. im Laufe der Jahre wieder zu Macht und Besitz und erhielt 1150 die Lehensrechte für die Winzenburg zurück. Auf dem Höhepunkt seiner Macht wurde er am 30. Januar 1152 zusam­men mit seiner schwangeren Frau Lutgard im Schlafgemach ermordet. Nutznießer dieser Tat waren der Bischof von Hildesheim sowie Herzog Heinrich der Löwe. Das Geschlecht der Grafen von Winzenburg war mit dem Mord für immer ausgelöscht.

 

Vorläufer des Altkreises Alfeld (Leine)

Die Burg fiel endgültig an den Bischof zurück, sie wurde als des Stiftes Hauptschloss ausgebaut und von „Stiftsministerialen" verwaltet.

Lambertus de Selede war der erste bischöfliche Beamte, der 1302 die Amtsgeschäfte auf der Burg übernahm. Bis zur Hildesheimer Stiftsfehde (1519­1523) galt die Burg als uneinnehmbar. Nach einer Explosion des Pulverturmes im Jahre 1521 (durch einen Unglücksfall ausgelöst) wurde die Burg kampflos übergeben und verlor ihre Bedeutung. Die Amtsgeschäfte wurden ab dieser Zeit in einem Amtshaus, das in dem damaligen Hasekenhusen (dem heutigen Ort Winzenburg) errichtet wurde, geführt. Das Amt Winzenburg als Verwaltungsmittel­punkt mit eigener Gerichtsbarkeit bestand bis 1836 und kann als Vorläufer des Altkreises Alfeld (Leine) angesehen werden.

In Winzenburg wurde nach dem letzten Krieg eine Hutfabrik betrieben, in der besonders Frauen eine Arbeitsstelle fanden. In Handarbeit fertigten sie aus rohem Filz zahlreiche modische Modelle. Die Zeit des Hütetragens ist dann nach Jahrzehnten zurück­gegangen und die Firma hat den Ort verlassen.

Heute sind es die Pflegeheime, die Arbeitsplätze anbieten können, wieder vorwiegend für Frauen.

Einige Teiche an der Straße nach Lamspringe gaben einem einheimischen Fischzüchter die gute Gele­genheit, ein Lokal zu eröffnen. Es hat sich zu einem gastronomischen Anziehungspunkt entwickelt, wo man auch selbst zum Fischen eine Angel auswerfen kann.

Fischerhütte
Peter Jaster
Am Gehrkamp 1
31088 Winzenburg
Tel.: 05184/311
info@kein-spam!!!fischerhuette-winzenburg.de
www.fischerhuette-winzenburg.de

Ortsteil Klump

Der kleine Winzenburger Ortsteil Klump liegt unter­halb des Sauberges. Etwas abseits vom eigent­lichen Ort steht das ehemalige Gutsarbeiterhaus „Bracke". Eine sprachliche Deutung des Begriffes geht auf den niederdeutschen Ausdruck „braken" zurück, was soviel wie „den Flachs brechen" heißt. Ursprünglich waren es einmal kleine Gehöfte und Landarbeiterhäuser, mit denen die landwirtschaftli­che Siedlungsform an der steil ansteigenden Straße begann. Die Bewohner waren in erster Linie Höflin­ge und Anbauer, die dort lebten und das Pachtland der „Domäne Winzenburg" beackerten. Heute prägen sanierte Häuser und schmucke Neubauten das Ortsbild.

 Ortsteil Westerberg

Die Gründung von Westerberg geht auf eine Glas­hütte zurück, die von den Gebrüdern Stender 1744 errichtet worden ist.Die Glashütte Westerberg, früher die „alte Hütte" beziehungsweise Stendersche Hütte nach ihrem Besitzer genannt, war eine der ersten ortsfesten Glashüttenansiedlungen der damaligen Zeit. Aller­dings erstreckte sich der Pachtvertrag nur auf einen Zeitraum von 8 Jahren. Erst nach seiner dritten Ver­längerung sah man an höherer Stelle ein, dass diese Einrichtung für die Zukunft wirtschaftliche Vorteile  bringen würde. Die inzwischen ortsfeste Glashütte führte gleichzeitig zu einer dauer­haften Besiedlung.

Den ersten Besitzern Stender folgten die Firmeninhaber Thon (1840) und danach die Familie Probst. Von 1864 bis 1875 wurde die Glashütte an den Betreiber Limburg verpachtet. Aus den ehemaligen Tongru­ben, welche später zur Ziegel­gewinnung dienten, sind Ge­wässer geworden, die vom Fredener Sportfischerverein bewirtschaftet werden.

Zwei Gewerbebetriebe und eine bekannte Gaststätte bie­ten Arbeitsplätze für einige Ortsbewohner.

Zwetschenkreuger
Inh. Kaufel
Am Westerberg 1
31088 Winzenburg
Tel.: 05184/318
Fax : 05184/7390
info@kein-spam!!!zwetschenreuger.de
www.zwetschenkreuger.de

Ortsteil  Schildhorst                                                                                                                                                       Im Jahre 1793 wurde" auf dem Schildhorst" (d.h. bewachsener, schildartiger Hügel) bei Hausfreden ebenfalls eine Glashütte errichtet. So kam der hun­dert Seelen zählende Ort zu seinem Namen. Zur Unterscheidung der „Stenderschen Glashütte" nannte man diese Fabrik kurz die „neue". Während die „alte Hütte" grüne Glaswaren herstellte, produ­zierte die „neue" weißes Glas, d.h. transparente Glaserzeugnisse. Die Glashütte stellte in den Jahren bis 1925 einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar, bis sie im Herbst des gleichen Jahres für immer ihre Pforten schloss und anschließend zum Abriss kam.

http://schildhorst.ferienregion-leinebergland.de/